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Moerser Mietspiegelrechner

Einfacher Mietspiegel 2025 für nicht preisgebundene Wohnungen · Stand 01.01.2025

1. Wohnung

Die Mietrichtwerte setzen grundsätzlich zentrale Beheizung, Isolierverglasung und ein normales Bad voraus.

Erläuterungen zu den Wohnlagen

1. Einfache Wohnlage

Eine einfache Wohnlage ist gegeben, wenn das Wohnen durch starke Geräusch-, Geruchs- oder Staubbelästigung beeinträchtigt wird und diese Mängel nicht durch besondere Vorteile ausgeglichen sind (z. B. Frei- und Grünflächen). Die Miete der einfachen Wohnlage wird durch einen Abschlag von 10 % der normalen Wohnlage ermittelt.

2. Normale Wohnlage

Die meisten Wohnungen innerhalb des Stadtgebietes liegen in normalen Wohnlagen. Solche Wohngebiete sind zumeist dicht bebaut und weisen keine außergewöhnliche Beeinträchtigung durch Lärm und Geruch auf. Bei stärkerem Verkehrsaufkommen müssen genügend Freiräume vorhanden sein, die diesen Nachteil ausgleichen.

3. Gute Wohnlage

Die guten Wohnlagen sind durch vorwiegend aufgelockerte Bebauung in zwei- oder mehrgeschossiger Bauweise, in ruhiger und verkehrsgünstiger Grünlage ohne bedeutenden Durchgangsverkehr gekennzeichnet. Außerdem können Wohnungen in Kerngebieten mit besonderen Lagevorteilen den guten Wohnlagen zugeordnet werden.

2. Prozentuale Zuschläge

Die Zuschläge beziehen sich jeweils auf den Tabellenwert. Wählen Sie nur tatsächlich zutreffende Merkmale.

Sonderausstattung

Merkmale für eine Sonderausstattung sind insbesondere ein überdurchschnittlich gefliestes oder modernes Bad (letzte Sanierung nicht länger als 15 Jahre zurück), eine übernormale Sanitärausstattung (Bad und Dusche, zweites Waschbecken, Bidet, separates WC), Fußböden in hochwertiger Qualität, Türen in Edelholz, Marmorfensterbänke, eine Gegensprechanlage, Parkettfußböden sowie ein Balkon oder eine Terrasse über 10 m² Größe. Zuschläge können nur hinzugerechnet werden, soweit die Sonderausstattungen vom Vermieter investiert wurden. Sie sollten insgesamt 15 % nicht überschreiten.

Barrierefreiheit

3. Feste Zu- und Abschläge

Ergebnis: ortsübliche Vergleichsmiete (Nettokaltmiete)

Hinweise: Der Rechner ermittelt die durchschnittliche Nettokaltmiete ohne Betriebs- und Nebenkosten nach dem Berechnungsschema des Mietspiegels der Stadt Moers. Die angegebene Mietpreisspanne gibt den Schwerpunkt des Marktes wieder und schließt höhere oder niedrigere Mieten nicht aus. Zu- und Abschläge werden auf Mittelwert und Spannengrenzen angewendet.

Die Einordnung innerhalb der vorgegebenen Zuschlagsspannen erfordert eine Bewertung des Einzelfalls. Der Rechner bietet hierfür abgestufte Werte; bei Einfamilienhäusern und Appartements jeden ganzen Prozentpunkt der veröffentlichten Spanne. Eine höhere Baualtersklasse darf nur angesetzt werden, wenn mindestens vier von fünf im Mietspiegel genannten Modernisierungsbereichen tatsächlich den Standard eines neueren Baujahres erreichen; maßgeblich ist dann die Klasse des ältesten Merkmals.

Nicht bezifferte Besonderheiten wie ein sicherer Fahrradabstellplatz, Kinderspielplatz oder besondere Gemeinschaftsräume können sich ebenfalls auswirken. Wohnungen ohne normales Bad oder ohne zentrale Beheizung (hierzu zählt laut Mietspiegel auch eine Nachtspeicherheizung) sind nicht unmittelbar tabellarisch eingruppierbar. Garagen- und Stellplatzmieten sind nicht Bestandteil des Ergebnisses. Alle Angaben ohne Gewähr; Quelle: Mietspiegel 2025 für nicht preisgebundene Wohnungen in Moers, Stand 01.01.2025.


Mietspiegel Moers 2025: Wie wirken Lage, Prozente und feste Beträge?

Der Mietspiegel Moers 2025 verbindet Baualtersklasse, Wohnfläche und Wohnlage zu einer Mietspanne mit arithmetischem Mittel. Prozentuale Zuschläge und feste Eurobeträge verändern anschließend Mittelwert und Grenzen. So bleibt der Schwerpunkt des Marktes auch bei besonderen Wohnungsmerkmalen sichtbar.

Welche Grundlage bietet der Moerser Mietspiegel?

Die Ausgabe mit Stand 1. Januar 2025 ist ein einfacher Mietspiegel für nicht preisgebundene Wohnungen. Herausgeber sind Haus & Grund Grafschaft Moers und der Mieterbund Rhein-Ruhr. Sie ermittelten die Richtwerte als lokale Wohnungsexperten anhand ihrer Kenntnisse des örtlichen Marktes.

Die Tabelle setzt zentrale Beheizung, Isolierverglasung und ein normales Bad voraus. Ihre Beträge sind Nettokaltmieten ohne Betriebskosten. Garagen und Stellplätze gehören ebenfalls nicht zum Rechnerergebnis, auch wenn die Broschüre dafür gesonderte Monatsbeträge nennt.

Wie ist die Tabelle aufgebaut?

Sechs Baualtersgruppen treffen auf vier Größenklassen. Für normale und gute Wohnlage enthält jedes Feld Unterwert, Mittelwert und Oberwert. Bei Baujahr 1965, 65 Quadratmetern und normaler Lage beträgt der Mittelwert 6,69 Euro pro Quadratmeter; die Spanne reicht von 6,23 bis 7,14 Euro.

Die einfache Wohnlage besitzt keine eigenen Tabellenfelder. Sie wird mit einem Abschlag von zehn Prozent auf die Werte der normalen Lage berechnet. Im genannten Beispiel sinkt der Mittelwert dadurch auf 6,02 Euro pro Quadratmeter.

Welche prozentualen Zuschläge sind möglich?

Sonderausstattungen dürfen zusammen höchstens 15 Prozent erreichen. Für Einfamilienhäuser nennt die Quelle zehn bis 35 Prozent, für Appartements fünf bis 15 Prozent. Barrierefreie Wohnungen erhalten 20 bis 30 Prozent, rollstuhlgerechte 30 bis 35 Prozent. Die konkrete Höhe innerhalb dieser Korridore verlangt eine sachliche Einzelfallbewertung.

Diese Prozente wirken nicht nur auf den Mittelwert, sondern ebenso auf Unter- und Obergrenze. Mehrere zutreffende Kategorien werden gemeinsam berücksichtigt; ihre sachliche Berechtigung bleibt jeweils gesondert zu prüfen.

Welche festen Beträge kommen hinzu?

Eine Beheizung zu mindestens 60 Prozent aus erneuerbaren Energien erhöht den Wert um 0,40 Euro pro Quadratmeter. Abschläge gibt es für fehlende Isolierverglasung, ungünstige Unter- oder Dachgeschosslage, fehlenden Balkon, Nachtspeicherheizung und zu langsames Internet. Sie reichen von 0,20 bis 0,40 Euro pro Quadratmeter.

Was gilt nach einer Modernisierung?

Eine jüngere Baualtersklasse kommt erst in Betracht, wenn mindestens vier von fünf genannten Bereichen tatsächlich deren Standard erreichen. Maßgeblich ist dann die Klasse des ältesten modernisierten Merkmals. Bloße Instandsetzung reicht nicht. Auch die errechnete Spanne bleibt eine Marktorientierung und entscheidet nicht allein über die rechtliche Zulässigkeit einer vereinbarten Miete.

Quelle: Mietspiegel 2025 für nicht preisgebundene Wohnungen in Moers, Stand 1. Januar 2025.

Die Informationen auf unserer Website dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Sie ersetzen keine rechtliche Beratung, die auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten ist. Bitte beachten Sie auch, dass sich die Rechtslage durch neue Gesetze und Urteile jederzeit ändern kann.

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