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Gevelsberger Mietspiegelrechner

Vergleichsmietentabelle für den südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis · Stand 01.01.2024

1. Grundangaben und Geltungsbereich

Die Wohnfläche richtet sich nach der Wohnflächenverordnung; Keller, Boden, Waschküche und Garage zählen nicht als Wohnräume. Für Flächen unter 20 m² enthält die Tabelle keinen Größenansatz.

2. Baualtersgruppe und Modernisierung

Eine Modernisierung liegt nur bei einer wesentlichen Verbesserung von Ausstattung, Grundriss und technischen Einrichtungen gegenüber dem ursprünglichen Standard vor. Insbesondere müssen nachträglich mindestens Bad, Heizung und Fenster sowie Türen oder Fußböden erneuert worden sein; reine Instandhaltung genügt nicht.

Die Einstufung in die übernächste Baualtersgruppe schließt nach der Tabelle eine zusätzliche Mieterhöhung nach § 559 BGB aus.

Ursprüngliche Baualtersgruppe wird verwendet.

3. Wohnlage

Einfach: außergewöhnliche Beeinträchtigungen, etwa erheblicher Lärm, Abgase, Rauch, starke Belichtungs- oder Belüftungsmängel oder unmittelbare Nähe zu Fabrik- und Gewerbeanlagen.

Mittel: allgemeines, meist dicht bebautes Wohngebiet mit ausreichender Anbindung und ohne überhöhten Verkehrslärm. Hier liegt der überwiegende Wohnungsbestand.

Gut: durchgrünte Gegend mit aufgelockerter Bebauung und guter Verkehrsanbindung zum Zentrum.

4. Fehlende Standardausstattung

Die Tabellenwerte setzen Heizung, Bad und WC innerhalb der Wohnung voraus. Zutreffende Abzüge werden addiert.

−15 %
−10 %
−10 %

5. Einordnung innerhalb der Mietpreisspanne

Grundsätzlich ist vom Mittelwert auszugehen. Eine andere Position muss mit der konkreten Ausstattung sowie dem Zustand der Wohnung und des Gebäudes begründet werden. Besondere Fälle können laut Tabelle sogar außerhalb der Eckwerte liegen; dies berechnet der Rechner nicht.

Ergebnis: Orientierung zur ortsüblichen Vergleichsmiete

Hinweise: Der Rechner ermittelt die durchschnittliche Nettokaltmiete ohne Betriebs- und Nebenkosten nach dem Berechnungsschema des Mietspiegels der Stadt Gevelsberg. Grundlage ist die gemeinsame Vergleichsmietentabelle für Gevelsberg, Ennepetal, Breckerfeld und Schwelm.

Die Größenkorrektur für 20 bis 45 m² wird zwischen den veröffentlichten Prozent-Eckwerten linear berechnet. Quadratmeterwerte werden auf Cent gerundet; Monatswerte entstehen aus den ungerundeten Rechenwerten.

Alle Angaben ohne Gewähr; maßgeblich ist die Vergleichsmietentabelle, Stand 01.01.2024.


Mietspiegel Gevelsberg 2024: Wie werden Spanne und Größenkorrektur kombiniert?

Der Mietspiegel Gevelsberg 2024 ist eine gemeinsame Vergleichsmietentabelle für Gevelsberg, Ennepetal, Breckerfeld und Schwelm. Baualter und Wohnlage liefern zunächst Mittelwert und Eckwerte. Der Rechner oben berücksichtigt danach Wohnungsgröße, fehlende Standardausstattung und eine mögliche Modernisierung.

Welchen Status hat die Vergleichsmietentabelle?

Die Quelle bezeichnet sich als Mietpreisspiegel und Richtlinie zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete. Sie trifft keine ausdrückliche Einordnung als einfacher oder qualifizierter Mietspiegel nach §§ 558c oder 558d BGB. Der Stand der gemeinsam von Mieter- und Eigentümervereinen herausgegebenen Tabelle ist der 1. Januar 2024.

Sie gilt für nicht öffentlich geförderte Wohnungen. Die Beträge sind Nettokaltmieten ohne Betriebskosten. Der Tabellenstandard umfasst Heizung, Bad und WC.

Wie finden Sie das passende Tabellenfeld?

Sechs Baualtersgruppen reichen von „bis 1967“ bis „ab 2024“. Jede enthält Werte für einfache, mittlere und gute Wohnlage. Die Quelle nennt jeweils Untergrenze, Mittelwert und Obergrenze. Für eine 75-Quadratmeter-Wohnung von 1975 in mittlerer Lage beträgt der Mittelwert beispielsweise 6,30 Euro pro Quadratmeter, bei einer Spanne von 5,85 bis 6,80 Euro.

Wie verändert die Wohnfläche den Wert?

Zwischen 20 und 30 Quadratmetern reicht der veröffentlichte Zuschlagsrahmen von 20 bis 15 Prozent. Zwischen 31 und 45 Quadratmetern sinkt er von 15 auf null Prozent. Der Rechner konkretisiert diese Rahmen linear und legt die technische Umsetzung offen. Über 100 Quadratmetern gelten fünf Prozent Abschlag, über 120 Quadratmetern 15 Prozent.

Die Wohnfläche richtet sich nach der Wohnflächenverordnung. Keller, Boden, Waschküche und Garage zählen nicht zu den eigentlichen Wohnräumen. Für Flächen unter 20 Quadratmetern nennt die Quelle keinen Ansatz. Der Rechner bricht dort ab, statt den höchsten Kleinwohnungszuschlag auf einen nicht beschriebenen Bereich auszudehnen. Eine amtliche obere Flächengrenze legt die Tabelle dagegen nicht fest.

Was bewirkt eine umfassende Modernisierung?

Eine entsprechend modernisierte Wohnung wird in die übernächste Baualtersgruppe eingeordnet. Dafür müssen Ausstattung, Grundriss und technische Einrichtungen wesentlich verbessert sein; insbesondere nennt die Quelle Bad, Heizung, Fenster sowie Türen oder Fußböden. Reine Instandhaltung genügt nicht. Für die beiden jüngsten Gruppen fehlt eine übernächste Tabellenklasse, sodass der Rechner dort keine künstliche Einstufung erzeugt.

Wie ist die ausgegebene Spanne zu lesen?

Innerhalb der Spanne bildet der Mittelwert grundsätzlich den Ausgangspunkt. Fehlende Heizung bringt 15 Prozent Abschlag, ein fehlendes Bad oder WC jeweils zehn Prozent. Zustand, Ausstattung und weitere Besonderheiten begründen die konkrete Position. Selbst eine Lage innerhalb der Eckwerte entscheidet aber nicht automatisch über die rechtliche Zulässigkeit einer Miete oder Mieterhöhung.

Quelle: Vergleichsmietentabelle für Gevelsberg, Ennepetal, Breckerfeld und Schwelm, Stand 1. Januar 2024.

Die Informationen auf unserer Website dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Sie ersetzen keine rechtliche Beratung, die auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten ist. Bitte beachten Sie auch, dass sich die Rechtslage durch neue Gesetze und Urteile jederzeit ändern kann.

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